Nachhaltiges Palmöl

Wir sind Mitglied von RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil). Wir setzen uns ein für den nachhaltigen Anbau von Palmöl, welches ein bedeutender natürlicher, nachwachsender Ausgangsstoff für die Herstellung von Reinigungsmitteln ist.

Das Ziel von RSPO ist der Schutz der Tropenwälder und deren Bewohner durch nachhaltige Bewirtschaftung der Anbaugebiete. Weltweit soll Palmöl nur noch nachhaltig gewonnen werden.

Wir beziehen unser Palmöl von vielen kleinen unabhängigen Bauern, sogenannten „Mixed Independent Smallholders“. Wir unterstützen damit eine Reihe von kleinen Bauern auf dem Weg zur nachhaltigen Palmöl-Produktion.

Warum wir bei Steinfels Swiss Palmöl verwenden, dazu nimmt Herr Dr. Beat Müller Stellung, Leiter Forschung/Entwicklung bei Steinfels Swiss:


Warum verwenden wir Palmöl?

Palmöl ist das Ausgangsmaterial für viele Rohstoffe in Lebensmitteln, Kosmetik und Reinigungsmitteln. Früher verwendete man dazu Erdöl. Da Erdöl nicht nachhaltig ist, wechselte man in den 80er Jahren auf das nachwachsende Palmöl.

Gibt es Alternativen zu Palmöl?

Palmöl hat die beste Ausbeute pro Anbaufläche. Manche Hersteller verwenden Rapsöl als Alternative. Doch Rapsöl braucht die 5-fache Anbaufläche und die daraus gewonnenen Rohstoffe haben eine schlechtere Leistung, weshalb sie nochmals höher dosiert eingesetzt werden müssen. In der Folge ist die ökologische Gesamtleistung von Palmöl besser.

Kann man Palmöl überhaupt nachhaltig produzieren?

Wichtig ist, dass die vorhandenen Anbauflächen nachhaltig genutzt werden: Keine Pestizide, Schutz vor Erosion, kurz: dass wir den Boden fruchtbar behalten und nicht vergiften. Palmöl ist immer in der Kritik, weil dafür Wälder in Asien gerodet werden. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass der grösste Teil der Bevölkerung in diesen Gebieten vom Palmölanbau lebt. Nebenbei bemerkt: Wir Europäer haben es vorgemacht. Hier, in der Schweiz, wurden ebenfalls der grösste Teil der Wälder zu Gunsten von Land- und Viehwirtschaft gerodet.

Was heisst RSPO-zertifiziert?

Es ist eine Vereinbarung zur Förderung des nachhaltigen Palmölanbaus zwischen Anbieter und Abnehmer. Dabei kann zwischen verschiedenen Angeboten wählen.

Zum ersten Mal wurde für die Beschaffung von RSPO Palmöl der ‚Mixed Independent Smallholders‘, also viele kleine unabhängige Bauen gewählt. Was ist besser an dem?

Dieser Mix unterstützt die kleinen Bauern, für welche die Umsetzung des Standards schwieriger ist.

Coop sagt, RSPO noch nicht so weit, wie Coop es sich wünscht. Was ist das Ziel? (Bericht 20 Minuten: Schweizer esst bitte kein Palmöl mehr)

Verbessern kann man immer. Wichtig ist, dass man damit beginnt.

Sie finden also, dass RSPO auf einem guten Weg ist?

Es ist noch nicht perfekt, aber auf einem guten Weg. In der Schweiz ist es sehr ähnlich: Viele sind schon Bio-Bauern aber noch nicht alle. Genauso ist es mit dem Palmöl und RSPO. In den letzten Jahren sind wir schon sehr viel weiter gekommen.


Herr Dr. Beat Müller
Leiter Forschung/Entwicklung bei Steinfels Swiss